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Kritiken 2007
Recital: Tenerife, 13.01.2007. Teatro Guimerá


"Jonas Kaufmann, fait sensation, d'abord par son physique de star de cinéma. Mais quelle voix, et quel musicien... Il chante en artiste et non en ténor, capable de pianissimos et de vrais sons à décoller le plafond de Chagal."

Recital: Gran Canaria, 14.01.2007. Teatro Cuyás
Fidelio, Zürich, 21. 01. 2007
Die Zauberflöte, Zürich, 17. Februar 2007
Recital, Toulouse, 19. Februar 2007
Don Carlo, Zürich, 22. Februar 2007
La Traviata, Zürich, 9. April 2007
Schubert: Winterreise, Strasbourg, 20. April 2007
Schubert: Winterreise, Heidelberg, 22. April 2007
Schubert: Winterreise, Zürich, 30. April 2007
Mozart: Die Zauberflöte, Wiesbaden, 6. Mai 2007
Liederabend, Teatro alla Scala, 14. Mai 2007
Ball der Künste, München, 18. Mai 2007
La Traviata, Paris, Palais Garnier, 16. Juni 2007
La Traviata, Milano, Teatro alla Scala, Juli 2007
Beethoven: Missa Solemnis, München 27. Juli 2007
Beethoven: 9. Sinfonie, Luzern, 10. August 2007
Beethoven: 9. Sinfonie, Carnegie Hall, 3. Oktober 2007
Humperdinck: Königskinder, Zürich, 21. Oktober 2007  
Recital, Bordeaux, 26. November 2007  
La Bohème, Zürich, 4. Dezember 2007  
Recital: Santa Cruz, Tenerife, 13.01.2007. Teatro Guimerá
Diario de Avisos : Dos Recitales en el Festival, Auszug
Recital: Las Palmas de Gran Canaria, 14.01.2007. Teatro Cuyás
Mundoclasico: ¡Qué fiato!, ¡Qué si bemol!
Fidelio, Zürich, 21. 01. 2007
http://www.omm.de/: Neuer Stern am Tenorhimmel
Scènes Magazine, Geneve
Die größte Überraschung bot an diesem Nachmittag Jonas Kaufmann in der Partie des Florestan: Dem beeindruckenden und Crecendo (Anmerkung: soll wohl "dem beeindruckenden Crescendo" heißen) am Beginn seiner Arie folgte ein immer wieder mit dunkel strahlenden Spitzentönen gekröntes differenziertes Rollenporträt das die Vermutung nahe legt, dass hier in absehbarer Zeit mit einem neuen Wagnerinterpreten zu rechnen ist.

Jonas Kaufmann, dont l’étoile ne cesse de monter au firmament lyrique, peut s’enorgueillir de pouvoir chanter sans peine apparente toutes les notes de ce rôle éprouvant entre tous qu’est celui de Florestan ; et de plus, il est parfaitement crédible scéniquement dans le costume de ce prisonnier affamé.

Die Zauberflöte, Zürich, 17. Februar 2007 (Premiere)
Großer Opernabend in Zürich
Im Keller der suchenden Seelen
Atemberaubend präzis dirigiert
Königin im Kühlschrank
"Zauberflöte" in Zürich: Bravos für Harnoncourt, Buhs für Kusej
Trotz Abgründen auch erstaunlich witzig
Im Labyrinth der Ängste
Neue Vorarlberger Tageszeitung: Zürcher "Zauberflöte": Traum und Albtraum
Endspiel Zauberflöte
Kuss und Schluss
Monostatos in der Wanne
Abgründige Seeleninnenräume
Ein Schreckensort - reich an Musik
Die vierte Prüfung im Schwimmbad
Im Scheidungskrieg entzaubert
SZ vom 20.02.2007
Basler Zeitung: Königin der Kühlkammer/ von www.operaguide.ch/reviews
Berner Zeitung: Mozart und Mercedes/ von www.operaguide.ch/reviews
Blick: Die entzauberte Flöte/ von www.operaguide.ch/reviews
Der Landbote: Der Mozart, der aus der Kälte kam/von www.operaguide.ch/reviews
Die Presse: Rache aus dem Kühlschrank/von www.operaguide.ch/reviews
Die Südostschweiz: Buhrufe nach der Entlassung aus dem düsteren Irrgarten/von www.operaguide.ch/reviews
Die Welt: Pamina und Tamino im Führerbunker/von www.operaguide.ch/reviews
DrehPunktKultur: Bilderreigen auf der Drehbühne/von www.operaguide.ch/reviews
Hinter jeder Ecke lauern Triebe/von www.operaguide.ch/reviews
St. Galler Tagblatt: Augen zu, Ohren auf/von www.operaguide.ch/reviews
http://www.art-tv.ch/zauberfloete.pdf (Aufführung 23. Februar 2007)
Opernglas 4/2007
Opera News 5/2007
Scènes Magazine, Geneve
Auszüge

Jonas Kaufmann musste innert Tagesfrist als Tamino für Christoph Strehl einspringen. Man merkt nichts davon: Er geht voll in der Rolle auf, singt herrlich und bildet mit Julia Kleiter ein wahrlich prägendes Protagonistenpaar.

Und natürlich mit dem auf ihn eingestellten Opernorchester Zürich. Was sich vor allem mit dem kraftvoll grundierten lyrischen Einspringer-Glücksfall Jonas Kaufmann als Tamino, der souveräne Klarheit in Selbstbewusstsein ummünzenden Julia Kleiter als Pamina, dem nicht nur wohltimbriert singenden, sondern auch geschmeidig sprechenden Ruben Drole als Papageno und natürlich dem Sarastro-Urgestein Matti Salminen auch machen lässt.
Jonas Kaufmann und Julia Kleiter singen ihren Part mit großer Schönheit und Klarheit.
Uneingeschränkt zu gefallen wussten der Einspringer Jonas Kaufmann als Tamino, dem nur der Premierentag zur Einstudierung geblieben war, und der junge Winterthurer Ruben Drole als Papageno, der als tumber Tor durch die Szene wandelt und dabei überzeugend seine Gassenhauer zum Besten gibt.
Als Tamino ist kurzfristig Jonas Kaufmann eingesprungen, der dem Prinzen seine schwerer gewordene, baritonal timbrierte Stimme verlieh.
Neben Kaufmann als Tamino wurden vor allem auch Julia Kleiter als Pamina und Ruben Drole als Papageno mit viel Applaus bedacht.
Mit Jubel für die Sänger - allen voran für den als Tamino eingesprungenen Jonas Kaufmann ....
Unter den SängerInnen war Jonas Kaufmann der Held des Abends, übernahm er doch souverän in wenigen Stunden die Partie des Tamino vom erkrankten Christoph Strehl.
Jonas Kaufmann, der erst am Premierentag den erkrankten Christoph Strehl ersetzte, gestaltet einen Tamino von enormem Schmelz und Musikalität und fügt sich sehr natürlich ins Ensemble und die Inszenierung ein.
...und als Tamino triumphierte der kurzfristig eingesprungene Jonas Kaufmann mit gewaltiger, metallklarer Tenorwucht.
Wenn Jonas Kaufmann als Einspringer für Christoph Strehl den Tamino tatsächlich in einem Tag erlernt hat, dann ziehen wir vor ihm voll Bewunderung den Fechthut.
Und das Zürcher Mozart-Ensemble? Star des Abends war ausgerechnet jener, der in letzter Minute für den erkrankten Kollegen einsprang: Jonas Kaufmann als viriler, wunderbar strahlkräftiger Tamino. Ein mitreissend präsenter Darsteller auf der Bühne (auch mal in Unterhose), ein junger, schöner, poetischer Prinz.
....er wurde an der Premiere durch Jonas Kaufmann ersetzt, einen blendenden Tamino.
Bei der Premiere war Jonas Kaufmann als Tamino sein Partner, der kurzfristig für den erkrankten Christoph Strehl eingesprungen ist. Er bewegte sich ganz natürlich, agierte auch viel mimisch und gestisch. Stimmlich ist ihm die Rolle eh wie auf den Leib geschrieben.
Welch ein Glück, dass in Zürich ein erlesenes Solistenensemble bereitsteht. Jonas Kaufmann (bei der Premiere kurzfristig für Christoph Strehl eingesprungen) begeisterte als Tamino mit nuancenreichem, in allen Lagen präsentem Tenor.
Die Crux ist nur die, dass im Film ein anderer Darsteller des Tamino zu sehen ist als auf der Bühne. Dies, weil der Tenor Christoph Strehl unmittelbar vor der Premiere erkrankte und Jonas Kaufmann mit seinem kräftigen, sicher geführten Tenor einsprang.
Und was das Opernhaus Zürich definitiv von einem Provinztheater unterscheidet, ist die Art und Weise, wie es mit Umbesetzungen umgeht: Wenn der weltbeste Tamino-Darsteller Christoph Strehl am Tag vor der Premiere wegen Krankheit ausfällt, so springt eben der weltbeste Tamino-Darsteller Jonas Kaufmann ein.
Schauspielregisseur Martin Kusej legt in seiner Sicht den Akzent auf die Liebe zwischen Pamina und Tamino. Weil er in Julia Kleiter eine faszinierende Sopranistin und in Jonas Kaufmann einen Tenor mit grosser Stimme und Ausstrahlung hat, geht die Rechnung auf. Die beeindruckendsten Szenen spielen sich denn auch zwischen diesen Figuren ab.
Die Inszenierung, von Anfang an auf das Liebespaar fokussiert, hat das Glück einer jungen und über alle Gefährdungen triumphierenden Besetzung für beide: Als Fast-Opfer der Erkältung wurde Julia Kleiter als Pamina angekündigt, als Einspringer in letzter Sekunde für den erkrankten Kollegen der Darsteller des Tamino, Jonas Kaufmann. Über allen Gefährdungen gestalteten beide auch in musikalischer Hinsicht: sie geradlinig, aber intensiv, besonders in der von Harnoncourt als leidenschaftlich verstandenen (aber dann doch zunehmend langsamer werdenden) Andante-Arie «Ach, ich fühl’s»; er mit viriler Substanz und mit Glanz auch in der Höhe.
Sie werden ihn lieben, den Jonas!“, versprach, nein: trug Hausvater Alexander Pereira dem Zürcher Publikum auf – und pflichtschuldig liebte es Jonas Kaufmann. Schließlich hatte der deutsche Tenor, nachdem sein Kollege Christoph Strehl am Premierentag(!) wegen Bronchitis ausgefallen war, „wie ein Wahnsinniger“ (Pereira) geprobt, um als Tamino den Abend zu retten. Mag sein, dass aufgrund dieser Umstände seine relativ dunkle, heldische Stimme dann und wann in den Hals rutschte – darstellerisch waren jedenfalls keine Schwächen zu bemerken im Umgang mit einer doch recht ungewöhnlichen Inszenierung.
Bei seinen Sängern kann sich Kusej jedenfalls nicht beklagen: Sie setzten sich mit allen Kräften und mit viel schauspielerischem Können für seine Inszenierung ein bis hin zu Jonas Kaufmann, der noch am Tag der Premiere für den erkrankten Christoph Strehl als Tamino einsprang. Man spürte zwar seiner Stimme an, dass er in der Zwischenzeit einige schwerere Partien gesungen hat. Aber ein imposanter, schön zeichnender Tamino war er gleichwohl.
Doch ist es eine gute, ein wenig harte, nicht sehr flexible Basis für die beiden Protagonisten: Julia Kleiters patent-praktische mit glockigem Sopran auftrumpfende Pamina und (des einspringenden) Jonas Kaufmanns stimmlich schon über die Rolle hinausgewachsenen, kernig, ja stählern zupackenden Tamino.
Als Tamino ist für den kurzfristig erkrankten Christoph Strehl am Premierenabend Jonas Kaufmann eingesprungen. Er stattete den Prinzen mit seiner balsamisch, baritonal timbrierten Stimme, die jedoch mitunter heute zu schwer und zu stählern für den Prinzen wirkt, und herrlicher Strahlkraft aus.
Der kurzfristig eingesprungene Jonas Kaufmann gab einen männlich-coolen Tamino.
Jonas Kaufmann, als Tamino kurzfristig eingesprungen, verkörpert den Prinzen auf ideale Weise. Männlich, schön, mit kräftiger, gut sitzender Stimme, die sich auch vor Ausbrüchen fast wagnerschen Ausmasses nicht scheut.(„Erzittre feiger Bösewicht…“) Dieser Tamino hat Humor, unglaublichen Charme und wirkt Gott sei Dank nie larmoyant.
Als Tamino war kurzfristig Jonas Kaufmann eingesprungen (auf dem Besetzungszettel war noch der Name des ursprünglich vorgesehenen Christoph Strehl gedruckt). Kaufmann gelang nicht nur das Kunststück, sich binnen weniger Stunden in die Inszenierung einzuarbeiten; er war auch stimmlich in hervorragender Verfassung. Sein Tenor gewann über einem satten, dunklen Fundament hohe Strahlkraft und verströmte sich mit großer Flexibilität und klanglicher Kohärenz.
The Tamino of Jonas Kaufmann — who stepped in at the last moment for the ailing Christoph Strehl — seemed deeply worried but sounded fabulously firm and almost steely.
La distribution est exemplaire et ne comporte vraiment aucun point faible. Déclaré malade en dernière minute, Christoph Strehl a été remplacé par Jonas Kaufmann, un ténor dont la cote monte à une vitesse éclair depuis quelques mois : son Tamino viril a déjà des accents wagnériens et impressionne autant par son impeccable ligne de chant que par son engagement scénique alors qu’il n’a rejoint la troupe que quelques heures avant le lever du rideau.
Nur Ausschnitte:
Kurier: Surreale Schrecksekunde, kurz vor dem Hochzeitskuss

Ein skurriler Albtraum kurz vor dem Hochzeitskuss. Ein Blick in die Schlangengrube der Seele. Er dauert nur den Bruchteil einer Sekunde. ...

... Sängern: Christoph Strehl erkrankte am Premierentag, Jonas Kaufmann sprang als kraftvoller Tamino ein. Neben Matti Salminen als mächtigem ...

Münchner Abendzeitung: Wasserprobe im Mercedes
Mozarts »Zauberflöte« von Harnoncourt und Kusej in Zürich
Märchen oder Posse, Love-Story oder gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit geheimen Zirkeln aller ...

... Martin Kusej versuchte erst gar nicht, sich durch das Gewirr zu kämpfen, das Emanuel Schikaneders Libretto hinterlassen hat. Bei ihm bietet Mozarts Bühnenpersonal keinen Anlass zur Euphorie. Prinz Tamino (prächtig: Jonas Kaufmann), ein Antiheld, stolpert widerwillig durch die auferlegten Prüfungen. Pamina, seine Auserwählte (brav: Julia Kleiter), macht ...
Recital, Toulouse, 19. Februar 2007
www.classictoulouse.com: Comme un kaléidoscope de l’amour

Aujourd’hui, Jonas Kaufmann est devenu un ténor à la voix puissamment projetée, au timbre d’un éclat fulgurant, à l’ambitus d’une profonde largeur et particulièrement homogène. Un musicien d’une incroyable subtilité aussi. Colorant son chant des mille nuances que les plus fameux poètes ont déposées sur les strophes interprétées ce soir-là, Jonas Kaufmann pare son émission d’une dynamique qui conjugue à la perfection la révolte à la douceur et l’intime à l’universel.

Don Carlo, Zürich, 22. Februar 2007

www.concertonet.com:
 Kaufmann par-ci, Kaufmann par-là

Jonas Kaufmann fait des miracles à Zurich............
Sa musicalité, son sens du phrasé, son élocution parfaite et ses aigus chaleureux ont fait forte impression.

La Traviata, Zürich, 9. April 2007
www.mundoclasico.com: El bueno y el malo
englisch: The good and the evil
Auszug
Mi favorito, sin embargo, fue Jonas Kauffman, un tenor fantástico (y valiente) que consigue sus mejores resultados cuando canta notas agudas en forte. Por momentos tiene tendencia a cantar frases demasiado largas, que no acaba de redondear. Por un lado, este exceso de ambición puede no producir resultados perfectos; por otro, contribuye a presentar la imagen de un enamorado ardiente que simplemente no puede entender qué le está sucediendo.
My favourite, however, was Jonas Kauffman, a fantastic (and bold) tenor who achieves his best results when he sings forte in the upper range. Sometimes he was perhaps too enthusiastic about singing long phrases. On the one hand, his being overambitious might not produce perfect results; on the other, it helps portray an ardent lover who simply cannot understand what is happening to him.
Schubert: Winterreise, Strasbourg, 20. April 2007
A L'OPÉRA DU RHIN / LE VOYAGE D'HIVER DE SCHUBERT
Le sens du mystère
Auszug
Une diction idéale, mais surtout ce sens du mystère qui fait de chaque lied la séquence d'un drame.
Kaufmann a ainsi tenu en haleine son public et l'a captivé du Gute Nacht initial jusqu'au fantastique Leiermann.
Schubert: Winterreise, Heidelberg, 22. April 2007
Morgenweb: Klang und Deutung
HEIDELBERGER FRÜHLING: Jonas Kaufmann mit der "Winterreise"
Von Eckhard Britsch
Auszug
Der Mann hat Ausstrahlung. Sein Zugang zu dieser Folge "schauerlicher Lieder", die Schubert selbstquälerisch gegen Ende seines Siechtums als richtungweisende Einheit von Poesie und Klang, von Wort und Musik zum Kosmos einer Depression zusammengewunden hatte, ist erst einmal ein originär sängerischer. Seine Stimme hat Sitz, Farbe, modulierenden Charme und attraktive Substanz. Aber bei diesem Sänger, der die Jugendlichkeit gepachtet zu haben scheint, kommt jetzt auch ein anrührendes Eingehen auf die Stimmungen der Lieder hinzu.

Sind die Lieder wirklich "schauerlich"? Bei Jonas Kaufmann klingt das anders, subtiler, als wenn er nur der niederschmetternden Bilanz des einsamen Wanderers nachspüren wollte. Bei ihm kommt ein feines Farbenspiel seelischer Befindlichkeit in den Gesang, der ihn vor eindimensionaler Betrachtung bewahrt. Denn über die Inhalte - Verzweiflung ob verlorener Liebe und Todessehnsucht - hinaus zeigt Jonas Kaufmann, was dieser Zyklus auch, ja vorrangig ist: wunderbare Musik, deren facettenreiche Schönheit er auffächert.

Die Rheinpfalz: Brüchige Welt
Schubert: Winterreise, Zürich, 30. April 2007
NZZ: Erinnerung an den Frühling: Schuberts «Winterreise» im Opernhaus
Tages-Anzeiger: «Winterreise», forte
Auszug
Jonas Kaufmann mit seinem langen, gelockten Haar, seinem naturburschenhaften Auftreten und seiner betörenden Stimme erfüllt alle Wunschvorstellungen, die man mit dem romantischen Jüngling verbindet, wie ihn Wilhelm Müller in seinen Gedichten charakterisiert hat. Am schwersten fiel dem Sänger mit der positiven Ausstrahlung wohl der Wandel seiner Rolle von der anfänglichen Emotionalität zur Depression des Schlusses. Mochte man bei den ersten Liedern noch zweifeln, ob ihm das gelingen würde, so war man von dieser Kunst der Verwandlung zusehends gepackt. Die Apathie des irre Gewordenen, die Kaufmann beim Schlusslied «Der Leiermann» demonstrierte, ging unter die Haut. Für diese emotionalen Wechsel steht ihm ein Stimmorgan zur Verfügung, das bruchlos von einem Extrem zum andern gehen kann. Zum Erfolg des Abends trug der Pianist Helmut Deutsch bei, ein Liedbegleiter erster Klasse. Gleichsam als zweites lyrisches Subjekt hat er die Gefühlsausdrücke des Tenors begleitet, verstärkt und ergänzt.
Mozart: Die Zauberflöte, Wiesbaden, Maifestspiele, 6. Mai 2007
Wiesbadener Tagblatt:  Neue Nuancen im Bekannten
Auszug
Kaufmann verfügt über empfindsame Pianokultur. Für die Zähmung der Tiere, für die Begegnung mit Pamina findet er sensible Zwischentöne der Hoffnung, Resignation und des leidenschaftlichen Aufbegehrens.
Liederabend, Teatro alla Scala, 14. Mai 2007
Operaclick: Milano - Teatro alla scala: Jonas Kaufmann, Liederabend
Auszug
...e infine il famosissimo Zueignung, col quale abbiamo capito che il concerto era finito davvero! Conclusione molto usata e ideale per slancio musicale e per parole: "Habe dank!".

E questo ringraziamento possiamo rivolgerlo a nostra volta agli Artisti, che hanno dato vita ad una serata rara e indimenticabile.
(heißt in etwa: Und diesen Dank können wir zurückgeben an diese Künstler, die uns einen seltenen und unvergesslichen Abend bereitet haben. Eigentlich lässt sich "che hanno dato vita" besser ins Englische mit "brought to life" übersetzen).

Ball der Künste, München, 18. Mai 2007

Süddeutsche Zeitung: Dein ist mein ganzes Herz
Ganzmuenchen.de: Die Staatsoper ludt ein zum "Ball der Künste" im Haus der Kunst am 18.05.2007
(mit vielen Fotos von denen ich nur ein paar ausgewählt habe)
Bunte: Die Society tanzt - und ein junger Tenor bekommt mehr Applaus als Bryan Ferry

Startenor Jonas Kaufmann verzückt die Damen im Publikum, Vesselina Kasarova die Herren.

Allgemeine Zeitung: "Für den erkälteten Ramón Vargas wurde aus Paris Jonas Kaufmann für „La donna e mobile“ und „Dein ist mein ganzes Herz“ eingeflogen."

Anmerkung:
Jonas Kaufmann hat auch noch die Bildnisarie gesungen, hier ein sehr kurzer Clip, den wir einem Youtube User zu verdanken haben:

                   Play Video

La Traviata, Paris, Palais Garnier, 16. Juni 2007
Concertonet.com
C’est précisément le jeune Germont qui apparaît comme le grand triomphateur de la soirée: prestance, aisance, brio, vaillance, richesse du timbre, qualité du phrasé, rien ne semble devoir manquer à Jonas Kaufmann, qui, se jouant des acrobaties qui sont parfois exigées de lui, chante aussi bien assis qu’allongé, tête en bas ou en portant Violetta.

NZZ-Zeitung: Alles in bester Ordnung - oder fast
Bleiben die Champagnerkelche leer und die Kehlen trocken, selbst beim «Brindisi», das der schüchterne Alfredo - Jonas Kaufmann lässt das sehr glaubhaft hören - nur unter Überwindung aller Furcht zustande bringt..........«Un dì felice», das erste Duett der Liebenden, zeigt, wie flexibel Jonas Kaufmann mit seinem geschmeidigen Timbre umzugehen und wie sensibel er sich seiner Partnerin anzupassen vermag.

Espace.ch/Der Bund: Ausgebuhte Wahrhaftigkeit
Jonas Kaufmann verkörpert den schicken, aber scheuen Jüngling vom Land äusserst glaubhaft, singt mit prächtigem, in jeder Lage ansprechendem und immer wieder ins Piano zurückgenommenem Tenor – eine Idealbesetzung!

Altamusica.com: La Traviata de tous les défis
Le magnifique Alfredo de Jonas Kaufmann
Formidable ovation aussi pour Jonas Kaufmann, Alfredo à la voix riche, large, généreuse, musicien d’exception et comédien hors pair. Marthaler l’a voulu décalé par rapport aux autres hommes de son monde, un Alfredo timide, maladroit à l’extrême, touchant, fragile, agité, mais devenu un autre homme, un vrai, à l’ultime tableau, après les épreuves initiatiques du duel et du voyage à l’étranger.
On comprend mieux ses emportements, sa fougue mal contrôlée, ses maladresses, ses remords, son amour insensé. Kaufmann joue toujours vrai, comme pourrait le faire un grand acteur de théâtre ou de cinéma. Il est même totalement naturel en entamant son air du deuxième acte allongé sous la tondeuse à gazon qu’il tente de réparer.
Musicalement et scéniquement, il forme avec Schäfer un couple d’opéra comme on en rencontre peu, générateur d’une immense émotion. Et quelle satisfaction d’entendre des chanteurs qui ne donnent jamais l’impression d’être aux limites de leurs moyens mais d’avoir au contraire en réserve ce qu’il faut de souffle et de puissance quand la musique le demande et non quand bon leur semble.

Spiegel-online: Der Buhmann von Paris
Jonas Kaufmann war als Alfredo ein Ereignis. Der junge Deutsche sang mit strahlender Kraft, mühelos füllte er das Haus bis zur Decke, und zwar in vollendetem Belcanto.

Le Figaro: Un destin de théâtre
Oui, Christine Schäfer a la voix bien légère et bien lisse pour un rôle aussi latin, mais chez elle la fragilité fait la force, la froideur l'expressivité. Voix très allemande aussi pour le ténor Jonas Kaufmann, barytonnant, cuivré, quasi-wagnérien, tandis que Germont père n'a jamais été le meilleur rôle de José van Dam.

Salzburger Nachrichten
makellos: Jonas Kaufmann

Podcast, BR-online (mp3-download): Christoph Marthaler inszeniert Verdis "La Traviata" in Paris
Transkript des Teils, der Jonas Kaufmann betrifft: Hervorragend hingegen schlägt sich auch in Paris der  Münchner Jonas Kaufmann in seiner eigentlichen Glanzpartie mit isometrischer Phrasierungskultur und mit genügend Kraftreserven für dramatische Akzente.

Podcast, dradio/kultur/mp3 - download: Fazit: Keine feuchten Männerträume
Transkript des Teils, der Jonas Kaufmann betrifft: der alte und der junge Germont waren fantastisch besetzt.....der junge, Jonas Kaufmann, Münchner Tenor, sieht aus wie ein Filmheld aus den späten 50er Jahren und singt mit einer Leichtigkeit Spitzentöne, und springt dabei noch 5 Stufen hoch.

Die Welt Pariser Kurtisanen in der DDR
* Auch der Alfredo von Jonas Kaufmann überrascht zunächst durch sein ungewöhnliches Timbre: Es ist beinahe baritonal, im Piano mit einem gaumigen Beigeschmack. Aber wie sich sehr rasch zeigt, ist er den Spitzentönen mühelos gewachsen: Die Cabaletta "O mio rimorso" im zweiten Akt beendet er mit dem - fakultativen - hohen C, auf das berühmte Kollegen vorsichtshalber verzichten. Mit seiner glänzenden Erscheinung und seiner Spielfreude hat er die schönsten Aussichten auf eine große Karriere.

Le Monde: Une "Traviata" sur la mauvaise voie
Son partenaire, Jonas Kaufmann, fait sensation, d'abord par son physique de star de cinéma. Mais quelle voix, et quel musicien... Il chante en artiste et non en ténor, capable de pianissimos et de vrais sons à décoller le plafond de Chagall.

Klassikinfo.de: Flatrate-Saufen für die Edelhure
Jonas Kaufmann hingegen hat mit seiner kräftigen und in den Akuti sicheren Stimme keine Mühe, auch den lyrischen Grundton der Partie des Alfredo hervorzuzaubern.

Financial Times: Verdi without the Italian touch
Jonas Kaufmann’s exceptionally fine tenor is misplaced as Alfredo but you ache to hear him in Meistersinger or Parsifal.

Bloomberg News: No Bubbly Flows in Austere Communist `Traviata' at Paris Opera
*Jonas Kaufmann, too, has an unusual timbre for an Italian tenor part. He almost sounds like a baritone. Yet he easily masters his top notes and fearlessly attacks even the optional high C at the end of his Act II cabaletta ``O mio rimorso,'' which some famous singers dare go near only in the studio. (Gleicher Autor wie Die Welt)

Le Monde de la Musique: Une Traviata nommée Edith
...et Jonas Kaufmann (dont la voix, ce 19 juin, a mis deux actes à « sortir ») évite, lui, les tics de ténor.

Webthea: La Traviata de Giuseppe Verdi
La dimension animale de Jonas Kaufmann
Mais l’essentiel du talent de Marthaler tient avant tout dans sa formidable direction d’acteurs. Il est vrai que dans la distribution de cette nouvelle production il est tombé sur deux magnifiques bêtes de scènes. Jamais Germont, cet Alfredo énamouré, d’habitude un peu mou, un peu lâche, n’a eu la dimension animale de Jonas Kaufmann, ténor de rêve au timbre large et chaleureux, belle gueule et comédien hors pair. D’abord petit renard non apprivoisé perdu dans la foule, ébloui par la femme désirée comme par les phares d’une voiture, puis chat sauvage défendant son territoire à coups de griffes et de dents…

Berliner Zeitung: Ticks aus der Partitur
Musikalisch gibt es nicht nur das schlüssige Zusammenfügen der Teile, sondern auch das, was im Italienisch des Melodramma "abbandono" heißt, das Sich-Verlieren des Sängers an den Augenblick, an die Leidenschaft, an den Sog der Phrasen. Das zeigt der in seiner Jugend schon vollkommen großartige Tenor Jonas Kaufmann, der bei allem Sinn für die musikalische Architektur die Figur des Alfredo mit baritonaler Force und kreatürlicher Wucht in die Welt treten lässt.

Le Soir, Belgien: Entre Piaf et Dior, passionnant !
L'Alfredo de Jonas Kaufmann, en puissance et demi-teintes, est encore un gamin, mal à l'aise dans la mondanité, brutal par passion. Ces deux-là vous retournent les tripes !

Agence France-Presse: Une "Traviata" sans clichés, mais avare en émotions à l'Opéra de Paris
Mais à trop insister sur la médiocrité des personnages - Alfredo, par exemple, n'est qu'un simple "loser" malgré la voix puissante du ténor allemand Jonas Kaufmann - Marthaler rend parfois cette +Traviata+ anecdotique. A l'instar de sa Violetta qui, même isolée dans un rond de lumière - le metteur en scène dit s'être inspiré d'Edith Piaf - n'émeut guère.

De Standaard, Belgien: Wrang feestje met Verdi
Jonas Kaufmann bewijst zich als een vinnige zanger, niet met een éclatante maar wel met een soepele stem. Als Alfredo is hij een volwaardige tegenspeler.

El Mundo, Spanien: Escándalo en París: Edith Piaf revive en 'La Traviata'
El tenor germano fue la sorpresa positiva de la velada de anteanoche a fuerza de valentía, de musicalidad y de sensibilidad.

Concertclassic.com: Christoph Marthaler et Traviata : La Mort
Jonas Kaufmann marque pour longtemps le rôle d’Alfredo, avec son ténor sombre et ses manières de chanter différemment.

Le Figaroscope: La môme Violetta
Et puis il y a le somptueux ténor Jonas Kaufmann, émergeant victorieusement de sa coiffure à la Sarapo et d’une gestique maladroite voulue. Voix ambrée, au magnifique phrasé développé dans le lied et l’opéra allemand. Son Don José a ébloui cet hiver le public londonien et on envie les Milanais qui le verront le mois prochain en Alfredo face à Angela Gheorghiu. Son duo avec Schafer ajoute à l’étrangeté corrosive de cette vision d’une Traviata qui va beaucoup secouer les mélomanes.

Les echos: Poupée brisée
Alfredo est-il un amoureux impétueux, un gamin capricieux blessé dans son orgueil ? Jusqu'où va sa sincérité ? Jonas Kaufmann a pour lui sa prestance, son aisance en scène ; sa voix est large et puissante, son timbre sombre et cuivré.

Classic Toulouse: Requiem pour une môme dévoyée
Jonas Kaufmann, l’un des grands de notre temps
A ses côtés, le ténor Jonas Kaufmann est un Alfredo sidérant non seulement de présence (et quelle présence !), mais aussi de splendeur vocale. Et l’on ne sait quoi admirer le plus chez cet interprète doué d’une voix aux reflets mordorés, puissante et musicale (tout le duo final en demi-teinte !), parfaitement homogène, somptueuse de rondeur et de grain, assurément l’une des plus belles, dans cette tessiture, du moment.

Radio Notre Dame: Prodigieuse modernité de la "Traviata"
Alfredo c’est le jeune ténor allemand Jonas Kaufmann qui sans en faire de trop sait maîtriser son personnage et son chant en leur donnant une force intérieure assez exceptionnelle.

Libération: La Traviata en triste «Môme»
La soprano, avec ses limites en termes de projection, déploie même un art de la nuance consommé aux côtés de l’Alfredo Germont rayonnant de Jonas Kaufmann, timbre d’or, émission coulée, aigu épanoui, legato élégiaque.

El Pais: Locuras que dan vida
Jonas Kaufmann es brillante como Alfredo, entre otras razones porque encarna valores juveniles a los que agarrarse entre tanta desesperación.

Evene.fr: Oeuvre mythique et scandaleuse de Verdi
Et dans le rôle d’Alfredo Germont, le ténor Jonas Kaufmann, "beau gosse" au physique d’acteur de cinéma. A l’aise dans le jeu de scène, un timbre chaleureux, il habite indéniablement son rôle. Le duo captive et fascine, (sup)portant toute l’intensité dramatique de l’oeuvre de Verdi, jusqu’à l’ultime instant…

Diapason 9/2007: On a retrouvé le cadavre de la Traviata
Jonas Kaufmann a davantage de chance en Alfredo, même si ses moyens le destinent désormais à des rôles plus dramatiques ligne de demi-dieu, musicalité exemplaire, timbre à la fois sombre et riche, présence superlative.

Opera, September 2007: La Traviata in Paris
Kaufmann was on much securer ground. Not only did he look like the heart-throb Sarapo, he gave a convincing portrayal of a gauche and utterly besotted youth, and sang with a commanding beauty of tone.

Opera News, September 2007: La Traviata, L'Opéra National de Paris, 6/16/07
The biggest ovation of the evening was reserved for the Alfredo of Jonas Kaufmann, whose portrayal of the gangling youth was remarkable. He began Act II by repairing his lawn mower, into which he sang most of his recitative; this convincing naturalism was carried too far when the tenor sang what may have been an excellent top C with his back to the audience. His increasingly baritonal tenor sounded rich and powerful but seems destined for a different, heavier repertoire.

classiquenews.com: dossier, Kritik und Ankündigung der Rundfunkübertragung
le ténor racé, flamboyant, ascensionnel de Jonas Kaufmann (né à Munich en 1969) hisse la production à son meilleur...Voilà un Alfredo ardent et présent scéniquement dont l'or de la voix fait oublier la faiblesse de ses partenaires.

Opéra Magazine: PARIS LA TRAVIATA Verdi
Acteur tout aussi convaincant, avec le plus d’un physique de jeune premier, Jonas Kaufmann campe un Alfredo idéalement amoureux et ardent. Mais sa voix, plus centrale et plus dramatique qu'il y a trois ou quatre ans (il vient d’aborder Florestan et songe à Siegmund), n’est plus vraiment celle de l’emploi. Comme Placido Domingo jadis ou, plus récemment, José Cura, le ténor allemand paraît surdimensionné par rapport à l’enjeu, ce qui ne retire rien à l’impact de son incarnation.

Ausschnitt/FAZ: Es gibt kein Glück im Unglück
Absturz in die Wirklichkeit: Christoph Marthalers kleinbürgerliche Lesart von Verdis "La Traviata" in Paris
...entwickeltes musikalisch anrührendes menschliches Wesen. Eine künstlerische Glanzleistung der José van Dam als Vater Germont mit noblem Bariton und Jonas Kaufmann als liebeszerrissener Alfredo einen ebenso klangschönen vokalen Rahmen geben wie das von Sylvain Cambreling mit viel Spürsinn für dramaturgische Effekte und nuancenreiche Klangfärbung geführte Orchester als sensible Begleitung der individuellen Sänger und der massive Chor als Symbol des gesellschaftlichen Einspruchs.

Ausschnitt/Basler Zeitung: Die Agonie einer Sängerin
Christoph Marthaler lässt Christine Schäfer in Paris als Traviata sterben
... Christine Schäfer spielt und singt mit all ihrer sängerischen Kraft und ihrer schauspielerischen Intelligenz einen Star, für den der Erfolg zur Droge geworden ist. Ihr nicht nach steht der Tenor Jonas Kaufmann, der einen seelisch labilen Alfredo gibt - nachdem er seine Violetta mit Geldscheinen zu Tode beleidigt hat, wirft er sich ihr noch heulend an die Brust.

Ausschnitt/Tages-Anzeiger: Feiern und sterben nach Marthaler-Art
Christoph Marthaler sorgt in Paris mit Verdis «La Traviata» für Wirbel. Dabei ist die Aufführung tief berührend.
.....Und man glaubt ihr, dass sie sie in diesem Alfredo findet, der da auf der Festgesellschaft auftaucht. Unbeholfen wirkt er mehr als einmal, zersplittert ein Plastikglas in seinen Händen, aber eine grosse sensible Stimme hat auch er: Jonas Kaufmann, der auch in Zürich schon oft bejubelt wurde, ist in seiner Liebe so stark und facettenreich wie später in seiner Wut (und in der Verzweiflung darüber). Braver Bürger Marthaler lässt die beiden in Ruhe, fast zu sehr manchmal. Ihr Rückzug in eine Rasenmäher-Strickzeug-Idylle ist ein totaler, die Bühne im Hintergrund dient nur noch als Kleiderlager; das Geschehen findet hier nur in den Stimmen und Gesichtern statt. Niemand verwickelt sich im gelben Wollknäuel der für Marthaler-Habitués doch eigens dafür bereitzuliegen scheint. Und auch das Orchestre de l Opéra national de Paris unter Sylvain Cambreling bleibt diskret, setzt Akzente wo sie gebraucht werden, verzichtet aber auf ein Übermass an Schmelz. Geradezu spröde ist der Klang gelegentlich was die emotionale Echtheit des Gesangs erst recht unterstreicht...

Ausschnitt: Opernwelt, August 2007: Die Stadt, der Müll und der Tod
besuchte Vorstellung: 3. Juli 2007

....Christine Schäfer bietet von allem etwas, aber insgesamt doch nicht genug. Auch der hochgelobte Jonas Kaufmann wirkte an dem Abend, den wir besuchten, als Alfredo seltsam flach, angestrengt und verwischt in den Vokalfarben. Und José van Dam als Vater Germont kann durch bekannt würdevolles Auftreten nicht immer verdecken, dass seine beste Stimm-Zeit allmählich in der Ferne verschwindet.....Gerhard Rohde
La Traviata, Milano, Teatro alla Scala, Juli 2007
Bloomberg: Soprano Gheorghiu Rises Above the Boos at La Scala `Traviata'
The stars are the right age and attractive, and the chemistry works. Gheorghiu has mastered the role, acting her socks off. Her voice is agile, effortlessly produced and bright, though she was sometimes drowned out by Kaufmann and the orchestra. Gheorghiu's voice has a slight wobble that isn't always pretty.....
.....
Big Voice
Kaufmann, born in 1969, has a large voice gifted with a range of colors. He sounded like a rich baritone in the aria "De Miei Bollenti Spiriti,'' and then produced a sweet, high lyric tenor during the duets. In moments of anger he was a thrilling dramatic tenor, reminiscent of the great Franco Corelli.

Concertonet: Une Traviata de haute tenue
...Les membres du bruyant poulailler milanais sont-ils à ce point exigeants ou blasés pour ne pas se rendre compte de la chance qu’ils ont d’avoir échappé, disons, à La Traviata du duo Cambreling/Marthaler, pour ne prendre qu’un exemple récent?....

Certes, Jonas Kaufmann ne possède pas ce que l’on pourrait appeler une voix solaire, et l’absence d’italianità dans le phrasé se fait cruellement sentir. De plus, le ténor, qui semble sur la réserve, mettra du temps à trouver la pleine possession de ses moyens vocaux. Mais sa prestance ainsi que les couleurs barytonales et le caractère viril de son timbre dissipent les doutes initiaux.

Operaclick: Milano - Teatro alla Scala: tirando le somme al termine di Traviata

Nella stessa recita Alfredo era Jonas Kaufmann un ancor giovane tenore tedesco dotato di una voce piuttosto scura, da lirico, tendente al lirico spinto. Anche il volume è consistente e la salita verso un registro acuto sonoro e squillante è ottima, senza mostrare nessuna difficoltà sul passaggio. Queste sono, al giorno d’oggi, rare qualità che, se sfruttate adeguatamente, potrebbero garantirgli un’interessante carriera nel repertorio verdiano e italiano in senso più ampio. Certo per raggiungere questo obbiettivo, Kaufmann deve ancora studiare per acquisire quello stile appropriato che oggi gli manca. I falsettini, i portamenti e le imprecisioni musicali ascoltate l’altra sera, sono inaccettabili, soprattutto cantando Verdi. Ci auguriamo di risentirlo presto, magari con un direttore d’orchestra che pretenda da lui qualcosa di più.
aclimilano, giornale: Al Teatro alla Scala tornano i grandi cantanti
Nel restante cast c’era un altro importante esordio scaligero, quello del giovane ed interessante tenore tedesco Jonas Kaufmann, un Alfredo di bel timbro brunito, che all’occorrenza sa anche piegarsi a mezzevoci e ad un fraseggio teatralissimo, unito ad una recitazione e ad una presenza scenica calamitanti.
Beethoven: Missa Solemnis, München 27. Juli 2007
Münchner Abendzeitung: Beethoven für Warmduscher
Münchner Tageszeitung
Süddeutsche Zeitung: Gezähmter Exot
Der neue Merker: „Festspiel-Konzert“, 27.7.2007
Auszüge
Da durfte man aufatmen und sich am guten, von Anja Harteros strahlend angeführten Solisten-Quartett aus Daniela Sindram, Jonas Kaufmann und Christof Fischesser erfreuen.
Jonas Kaufmanns dünner, mitunter gar belegter Tenor verfügte - anders als der Bass des soliden, meist pannenfrei agierenden Christof Fischesser - nur über seltene Kraft-Momente.
... Staatsorchester, dem überzeugenden Chor der Staatsoper, Einstudierung: Andrés Máspero) und dem eindringlichen Solistenquartett Anja Harteros, Sopran, Daniela Sindram, Alt, Jonas Kaufmann, Tenor und Christof Fischesser, Bass
Das Solistenquartett klang ebenso einheitlich und klangschön. Vor allem die Damen ANJA HARTEROS und DANIELA SINDRAM ergänzten sich wunderbar in Strahlkraft und Geschmeidigkeit, ohne dass ob der Fülle ihres Wohllauts die zu verkündende Botschaft an Eindringlichkeit verlor. Die Herren taten sich etwas schwerer: CHRISTOF FISCHESSER ist ein solider schwarzer, aber nicht sehr charakteristischer Bass. JONAS KAUFMANN schien nicht seinen besten Abend zu haben, in weiten Teilen klang sein Tenor ziemlich angestrengt, in der Höhe nicht frei, sondern sehr kehlig.
Großer Jubel vor allem für Dirigent und Orchester beim Festspielpublikum.
Beethoven: 9. Sinfonie, Luzern, 10. August 2007
NZZ: Das Werk, nicht seine Wirkungsgeschichte
Giornale della musica: Lucerna apre con la Nona di Beethoven diretta da Abbado e un omaggio a Tarkovsky
Giornale della musica: English translation
Badische Zeitung: Wenn das Unmögliche wirklich klingt
The Telegraph:  Electrifying artistry: Lucerne Festival Orchestra
The Guardian: Lucerne FO/ Abbado
Bloomberg: Best Beethoven Money Can Buy Is in Lucerne
 
Auszüge
Das Finale war dann das Finale – mit seinen Unterstreichungen (obwohl weder aufgetrumpft noch skandiert wurde) und seinen qualvollen Höhen (die der von Peter Dijkstra vorbereitete Chor des Bayerischen Rundfunks München ohne Tadel meisterte). Der Bass Reinhard Hagen rief klangvoll nach angenehmeren Tönen, Melanie Diener (Sopran), Anna Larsson (Mezzosopran) und Jonas Kaufmann (Tenor) fügten sich mit ihrem Kollegen zu einem austarierten Vokalquartett. Aber dann war wenig mehr auszurichten: drängten der jubelnde Charakter und die Assoziationen an Festlichkeiten mit aller Macht in den Vordergrund. Dennoch war das eine ausnehmend hochstehende Wiedergabe von Beethovens Neunter und ein vielversprechender Auftakt zu Lucerne Festival in diesem Sommer 2007.
Con controllo totale delle percussioni del finale, che sotto altre bacchette spesso insinuano effetti bandistici. Di alta classe i solisti, Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann, Reinhard Hagen, ottimo il coro della Bayerischen Rundfunks. Al termine applausi calorosissimi, con Abbado quasi nascosto fra gli orchestrali e dietro i solisti, e una lunga standing ovation quando alla fine è ricomparso da solo sul palco.
English version:
This really was an unforgettable moment. Everything worked like a charm, with contained dramatic gigantism in the first part, absolute lightness in the Scherzo, then the miracle of the third accompanied by tangible emotion in the house, and the rigid analysis and sonorous transparency of the last part with total control of the percussion section in the finale, which often sounds more like a band under different conductors. Soloists Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann, and Reihard Hagen were of superb quality as was the chorus of the Bayerischen Rundfunks. Enthusiastic applause at the end, with Abbado almost hidden among the musicians and behind the soloists, and a long standing ovation at the end when he reappeared alone on stage.
Vielleicht sorgt Abbados romanisches Sprachgefühl dafür, dass Schillers Götterfunken in einem wunderbar innigen Legato-Ton sprühen und nicht, wie so oft, abgehackt und zerstückelt werden. Der Chor des Bayerischen Rundfunks (Einstudierung: Peter Dijkstra) agiert in diesem unpathetischen Sinne, die Solisten tun ihr Übriges dazu: Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann und Reinhard Hagen machen begreifbar, welches Potenzial an lyrischem Gesangsfluss in diesem Schlusssatz der Sinfonie steckt.
When the soloists and chorus added an even fuller dimension to the finale, the effect was electrifying. The solo vocal quartet of Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann and Reinhard Hagen was luminous, and the Bavarian Radio Symphony Chorus (which will again be singing Beethoven's Ninth when Mariss Jansons conducts it at the Proms on August 30) was matchless in diction and projection. This was a performances that left one shattered and elated in equal measure.
And for once in this piece, the quartet of soloists - including the outstanding tenor Jonas Kaufmann - matched the sensitivity and power of the orchestra and the Choir of Bavarian Radio, making the finale an overwhelming, all-encompassing experience.*****
The Bavarian Radio Choir, trained by Peter Dijkstra, can pack myriad expressive nuances into each phrase and sing with such perfect diction that each word is crystal clear. With Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann and Reinhard Hagen as his soloists, Abbado had an ideally balanced team.
Nur Ausschnitt
Tagesanzeiger: Herr Kunft trifft Beethoven
Kluge Reden, starke Musik: Am Freitag wurde das Lucerne Festival eröffnet.

.. Satz verriet es ebenso wie der wunderbar entspannte dritte und sie entfaltete ihre kammermusikalischen Qualitäten gerade in der Masse: Selten sind so viele orchestrale Details zu hören neben einem durchaus nicht gebremsten vokalen Einsatz (hier vom Chor des Bayerischen Rundfunks und den Solisten Melanie Diener, Anna Larsson, Jonas Kaufmann und Reinhard Hagen). Der Applaus war warm ...
Beethoven: 9. Sinfonie, Carnegie Hall, 3. Oktober 2007
Herald Tribune International/The Associated Press: Star-studded Lucerne Festival Orchestra makes US debut with Robertson as sub for ailing maestro
The NY Times: Orchestra Adjusts to Guest Baton
The NY Sun: Highlights From Lucerne
Opera News: In Review, Beethoven's Ninth Symphony, Carnegie Hall, 10/3/07
 
Auszüge
Solo singers Reinhard Hagen, Jonas Kaufmann, Anna Larsson and Melanie Diener also gave strong performances in the symphony, as did the Westminster Symphonic Choir.
The distinguished vocal soloists were excellent: the soprano Melanie Diener, the contralto Anna Larsson, the tenor Jonas Kaufmann and the bass Reinhard Hagen.
The vocal quartet — Melanie Diener, soprano; Anna Larsson, contralto; Jonas Kaufmann, tenor; and Reinhard Hagen, bass — was adequate. Ms. Diener had trouble singing soft and high, and Mr. Kaufmann was tight. But, again, they were adequate.
Robertson and tenor Jonas Kaufmann made a truly uplifting moment out of the little march episode of the Finale, where so many conductors have hung so many tenors out to dry.
Humperdick: "Königskinder", Zürich, Premiere, 21. Oktober 2007
Der Bund: Wann ist ein König ein König?
Ein Traumprinz
Beim zentralen Paar führt die Genauigkeit zur nötigen Konzentration. Zwar fehlt Isabel Rey das lyrische Fundament der Stimme (hier klafft im Zürcher Ensemble einfach eine Lücke), manchmal droht sie darum spitz zu klingen, aber mit ihrem Spiel und vor allem den berückenden leisen Tönen macht sie das längst wett. Überstrahlt wird ihre Leistung allerdings vom schlicht superben Jonas Kaufmann als Königssohn. Natürlich in seinem Spiel, mühelos in den heldischen Attacken wie in den lyrischen Linien, mit einem Piano voller Schmelz: ein Traumprinz!
Tobias Gerosa, Der Bund (23.10.2007)
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Basler Zeitung: Deutsch und dennoch leicht
Isabel Rey besticht mit ihrer Wandlung vom einsamen unschuldigen Mädchen zur liebenden Frau ebenso wie Jonas Kaufmann, der vom neugierigen Jüngling zum desillusionierten Ausgegrenzten mutiert. Reys leichter und doch klar fokussierter Sopran und der dunkel-virile Tenor von Kaufmann finden so im Optischen ihr Äquivalent.
Verena Naegele, Basler Zeitung (23.10.2007)
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Der Landbote: Ach, und wenn sie doch gestorben sind?
Jonas Kaufmann: Vom burschikosen Parlando bis zu revoluzzerischem Aufbegehren in dramatischen Höhen wartet sein Tenor mit einer flexiblen und beherrschten Palette auf, und auch ihm gelingt es wie selbstverständlich, den naiven Zug der Märchenfigur über alle Klippen der musikalischen Herausforderung zu bewahren.
Herbert Büttiker, Der Landbote (23.10.2007)
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Die Südostschweiz: Opernmärchen für Erwachsene mit einem todtraurigen Ende
Unter den Sängern brillierte Jonas Kaufmann als Königssohn, der abgesehen von einem Einbruch der Kräfte am Ende des zweiten Akts herausragend sang - mit viel lyrischem Schmelz, einer schönen Farbenpalette und mitreissendem Engagement - und zudem hervorragend spielte.
Reinmar Wagner, Die Südostschweiz (23.10.2007)
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DrehPunktKultur: Königsburger und Königs Besen
Kaufmann ist ob seiner Erscheinung und stimmlich eine Idealbesetzung, denn er weiß in den eher lyrischen beiden ersten Akten mit seiner samtigen Mittellage genauso wie im dritten Akt mit der Strahlkraft seiner gereiften, metallischer gewordenen Stimme zu überzeugen.
Oliver Schneider, DrehPunktKultur (22.10.2007)
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Frankfurter Allgemeine Zeitung:Die Zeit der Einfalt ist nicht mehr
Wenn andererseits die Liebenden am Ende sterben, zugleich aber dank einem dem Brot innewohnenden Zauber ihr höchstes Glück visionär erleben, dann wird die Bühne in goldenes, warmes Licht getaucht, der Tenor Jonas Kaufmann und die Sopranistin Isabel Rey bieten noch einmal ihre beachtlichen stimmlichen und schauspielerischen Qualitäten auf, und das von Ingo Metzmacher geleitete Orchester breitet ein Zaubergewirk verflochtener Streichersololinien darunter, dass es eine Art hat....Die beiden Hauptdarsteller sind in jeder Hinsicht glänzend.
Wolfgang Fuhrmann , Frankfurter Allgemeine Zeitung (23.10.2007)
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Mittelland Zeitung: Märchen aus unserer Zeit
In diesem klugen Musizieren hat Metzmacher einen Protagonisten, der mit ihm geht: Jonas Kaufmann, als unerkannter Königssohn. Sehr natürlich sprechend, nimmt er singend seinen Weg. Und nur ganz selten will er auch zeigen, wie toll er über das Orchester hinwegbrüllen könnte; aber es ist, nebenbei, nie ein Brüllen, sondern immer klangschönes Gestalten von Tönen. Meist hält sich Kaufmann zurück, gestaltet klug und passt sich liebevoll seinem weiblichen Gegenüber, der lyrischen Sopranistin Isabel Rey, an.
Christian Berzins, Mittelland Zeitung (23.10.2007)
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Neue Zürcher Zeitung: Kinder, Künstler und die Wahrheit, die sie sagen
Wie bei Siegmund und Sieglinde nimmt das Unheil nun seinen Lauf: mit einem (hier allerdings von Hand gereichten) Trank und mit junger Liebe, wie sie Isabel Rey als süsse Gänsemagd und Jonas Kaufmann als stimmprächtiger Königssohn so anrührend zeigen.
.....Das Ende ist rasch vermeldet, obwohl es den eindrücklichsten Teil dieses ohnehin eindrücklichen Abends ausmacht. Von Krankheit und Erschöpfung gezeichnet, findet das junge Paar vor die Hexenhütte, wo es zum Liebestod im Geiste von «Tristan und Isolde» kommen sollte. Nicht Trank nehmen die beiden zu sich, sondern das vergiftete Brot, das die Königstochter noch als Gänsemagd hatte backen müssen. Hier schwingt sich Humperdinck zu einem tragischen Ton von eigener Kraft auf, der von Ingo Metzmacher in ganzer Grösse zur Geltung gebracht wird und der Isabel Rey wie Jonas Kaufmann noch einmal in helles Licht bringt, während es Jens-Daniel Herzog mit Rampensingen bewenden lässt.
Peter Hagmann, Neue Zürcher Zeitung (23.10.2007)
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St. Galler Tagblatt: Ein Märchen aus heutiger Zeit
Isabel Rey besticht mit ihrer Wandlung vom einsam-unschuldigen Mädchen zur liebenden Frau ebenso wie Jonas Kaufmann, der vom neugierigen Jüngling zum desillusionierten Ausgegrenzten mutiert. Reys leichter und doch klar fokussierter Sopran und der dunkel-virile Tenor von Kaufmann finden so im Optischen ihr Äquivalent.
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Blick: Klebrig quillt die Langeweile
Jonas Kaufmann begeistert als Königssohn. Aber eben: Auch toll gesungen bleiben die Schwächen des Stücks bestehen.
Frank Gerber, Blick (23.10.2007)
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Tages-Anzeiger: Gesucht wird: Ein König. Oder auch nicht
Zunehmend starverdächtiger Tenor: Auch Jonas Kaufmann als Königssohn hat mehr als seinen starken, warmen, zunehmend starverdächtigen Tenor zu bieten: eine Bühnenpräsenz, die sich bei weitem nicht im Naturburschenhaften erschöpft, das er hier einmal mehr zelebrieren darf.
Susanne Kübler, Tages-Anzeiger (23.10.2007)
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Wiener Zeitung: Ein verharmlostes Opernmärchen
Umso größer ist der Abstand zum Königssohn, weil Jonas Kaufmann als dessen ideale Verkörperung angesehen werden darf. Ein strahlender Heldentenor, dabei rollenbedingt etwas naiv im Spiel sich gebend, gesanglich fein abstufend, dabei jederzeit wortverständlich. Was man sonst von keinem der zahlreichen Mitwirkenden behaupten kann.
Ernst Scherzer, Wiener Zeitung (23.10.2007)
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Zürichsee-Zeitung+Zol: Lasset die Kinder zu mir kommen
Eine grosse Aufführung. Und für alle Beteiligten ein Rollendebüt. Jonas Kaufmann ist mit seiner jünglingshaften Lockenpracht der Inbegriff eines Königssohns. Strahlend bei Stimme, heldisch im Klang und gleichzeitig, im Ungang mit seiner Gänsemagd, knabengleich schwärmerisch verträumt - das kann man sich adäquater gar nicht vorstellen.
Werner Pfister, Zürichsee-Zeitung (23.10.2007)
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www.opera-guide.ch: Düsteres „Märchen“
Ein absoluter Glücksfall war die Besetzung des Königssohns mit Jonas Kaufmann. Viril, samtig, farbenprächtig, mit baritonalem Fundament ausgestattet ist seine Stimme und er verfügt über eine hervorragende Diktion. Dieser hochmusikalische Interpret vermag vom leisesten Piano bis zum Fortissimo alles zu bieten; und auch ein „messa di voce“ ist für ihn kein Fremdwort. Zudem sieht er auch noch blendend aus und ist ein richtiges Bühnentier - ein Künstler, der immer wieder zu begeistern vermag!
Chantal Steiner, VOX SPECTATRITIS (22.10.2007)
Kompletter Artikel auf www.opera-guide.ch
Welt online: Werden sie zusammenkommen?
Neben Metzmacher dominierte Jonas Kaufmann als simpler, doch strahlend anrührender Königssohn diese Aufführung mit seinem unermüdlichen, schön dunkel grundierten, gestählten, aber flexibel geführtem Tenor. Von deutscher Märchenseele - mal sehen, was das bald für Auswirkungen in der Wirklichkeit des Musikbetriebs haben wird. Kaufmann jedenfalls hat seinen Plattenexlusivvertrag mit der Decca jedenfalls längst in der Tasche.
art-tv: Opernhaus Zürich/Königskinder

Jonas Kaufmann begeistert in einer intelligenten, zutiefst menschlichen Inszenierung der KÖNIGSKINDER!
.....
Das ganz grosse Ereignis des Abends ist Jonas Kaufmann, der die anspruchsvolle Partie des Königssohns mit Bravour meistert. Seine Darstellung der Wandlung vom ungehobelten, verwöhnten Prinzen zum Mann, der zu Demut und Menschlichkeit fähig ist, verdient höchstes Lob. Er besitzt die jugendlich strahlende, in allen Lagen perfekt sitzende, dunkel gefärbte Tenorstimme, welche das Publikum zu Recht begeisterte!
Frankfurter Rundschau: Ein Weltabschiedsstück
Von den Sängern imponierte am meisten Jonas Kaufmann als tenoral kraftvoller, aber auch feinerer Nuancen fähiger Königssohn.
Financial Times: Something wonderful unearthed
Jonas Kaufmann, in spite of indisposition, is the fairytale prince of most opera-goers’ dreams, young, reckless, beautiful, with charisma to spare and a voice that combines lyricism and heroic heights with little sign of strain.
suedkurier.de/+ Vorarlberger Nachrichten: Königskinder ganz ohne Kitsch
Jonas Kaufmann versah am Premierenabend den Königssohn mit der passenden Dosis Charisma und sang mit einer Tenorstimme, in der sich Seidenglanz und Metall zu einer wunderbaren Mischung verbanden.
Klassikinfo.de: Tod in der Turnhalle
Jonas Kaufmann, nicht ohne Grund Publikumsliebling der Zürcher, singt und spielt den Königssohn in der aufkeimenden Liebe und dem allmählichen Bewußtwerden seiner Verantwortung für andere Menschen mit einer unwiderstehlichen Mixtur aus feiner Mozart-Stimme und jugendlich heldischem Tenor ebenso charmant und forsch wie zärtlich sensibel.
Deutschlandradio Kultur: Podcast/Premierenbericht/Fazit
(Hauptsächlich über die Oper, die Inszenierung und das Dirigat, dass für einige Sänger zu laut schien, mit Ausnahme von Jonas Kaufmann, der alle überragte.)
LeTemps.ch: L'innocence brisée
Tour à tour impétueux, sensuel et voluptueux, le ténor Jonas Kaufmann (le Fils du roi) porte haut son rôle.
Klassik.com: Vergiftetes Denken
Isabel Rey (Gänsemagd) und Jonas Kaufmann (Königssohn) nimmt man dagegen ihr musikalisches Rollenverständnis nicht vollständig ab. Wenig passt Reys voller, dramatischer Sopran zu ihrer naiv-kindlichen Spielweise; und Kaufmanns schauspielerische Hau-Drauf-Verführkünste harmonieren nicht mit seiner zumindest anfangs eher verschleierten Tenorstimme.
 
Opernglas, Dezember 2007: Königskinder, Zürich/Jonas Kaufmann machte die Zürcher "Königskinder" zum Erlebnis
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Und hier sorgten Isabel Rey und Jonas Kaufmann nicht nur vokal für eine Sternstunde. Die beiden waren ein glaubhaftes, berührendes Paar, das in seinem Spiel feine Nuancen auszudrücken verstand.
......
Jonas Kaufmann gab den Königssohn - der Rolle entsprechend - etwas forscher und brachte in die Beziehung zur Gänsemagd ein Moment des erotischen Angezogenseins ein. Nach einer Phase, in der er sich dramatischere Partien anzueignen begonnen hatte und vokal etwas unsteter wirkte, befindet sich der deutsche Tenor offenkundig wieder in Topform - nicht nur sein Tamino in der »Zauberflöte« letzten Februar, sondern auch der Königssohn war ein eindrücklicher Leistungsausweis. Die Register erschienen gut verblendet, und entsprechend elegant gelangen die dynamischen Abstufungen - da gab es, eingebunden in eine differenzierte Phrasierung, melancholische Schattierungen ebenso wie metallisch glänzende Spitzentöne. Überdies hielten Kaufmanns dunkles Timbre und seine flexible Tongebung die Bestimmtheit und Jugendlichkeit, die beide in der Rolle angelegt sind, in faszinierender Balance.
.....
Einhelliger Beifall für den Dirigenten und die Sänger, wobei Jonas Kaufmann in der Publikumsgunst mit Recht zuoberst stand
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Opernwelt, Dezember 2007: Leuchtend in eure Herzen gehen
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Jonas Kaufmann, nicht ohne Grund Zürcher Publikumsliebling, singt und spielt den Königssohn mit einer unwiderstehlichen Mixtur aus (noch) feiner Mozart-Stimme und (schon) jugendlich heldischem Tenor. Er zeigt eine Figur, die zwischen aufkeimender Liebe und Verantwortung für andere hin- und hergerissen ist. Der Kontrast zwischen individueller Lust und sozialer Pflicht, schäumendem Gefühl und notwendiger (Staats) Raison schwingt mit, wenn dieser blaublütige junge Mann sich unters Volk mischt, um in seine Herrscherrolle hineinzuwachsen.
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Orpheus 1/2, 2008: Triumph für ein verkanntes Werk
JONAS KAUFMANN verkörpert ihn aufs trefflichste und in musikalischer Hinsicht betörend. Der kernig-dunkle Tenor, seine virile Erscheinung verleihen ihm eine darstellerische Glaubhaftigkeit und Autorität, die ihn Mittelpunkt des Stückes werden lassen.
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Opéra Magazine, France
ZURICH, KÖNIGSKINDER Humperdinck
Jonas Kaufmann, en revanche, convainc totalement en Fils du roi: le ténor allemand brosse un portrait flatteur de ce personnage qui rappelle les jeunes héros wagnériens. L’intonation est franche, d’une justesse parfaite, et l’éclatante rondeur du médium fait merveille dans les nombreux passages où le chant se mêle à la parole, en une sorte de Sprechgesang mélodieux.
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Opera News 2/2008 - IN REVIEW
ZURICH — Königskinder, Opernhaus Zürich, 10/21/07
Jonas Kaufmann was ideally cast as the King's Son, a handsome blueblood whose noble heritage transcends his shabby appearence. Kaufmann spun his tenor lines with eloquence, poise and beauty, enduing them with a silver sheen.
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Nur Ausschnitte:
 
Badische Zeitung:
24.10.07 Sympathie für schwarze Schafe - Dirigent Ingo Metzmacher und Regisseur Jens-Daniel Herzog nehmen sich an der Zürcher Oper Engelbert Humperdincks vergessener ...

...Ein Regisseur hegt Sympathie für ein Stück.  Vor allem Jonas Kaufmann überzeugt als Königssohn mit seinem kräftigen im Fundament sehr baritonal ausgeprägten Heldentenor, der sich nachhaltig für das Wagner Fach empfiehlt.
 
Neue Luzerner Zeitung:
25.10.07 Opernhaus Zürich/Triumph für Humperdinck
Engelbert Humperdincks (1854-1921) «Hänsel und Gretel» gehört weltweit zu den meist gespielten Opern. Das übrige Oeuvre des Spätromantikers ...

... und leuchtenden Bläsern. Ein Glücksfall ist auch Jonas Kaufmann als Königssohn. Er verfügt über einen biegsamen, schlanken Tenor mit baritonaler Basis, strahlender Mittellage und sicherer Höhe und gestaltet die anspruchsvolle Partie facettenreich.
 
Recital, Bordeaux, 26. November 2007
Sud Ouest Gironde
Gironde, mardi, 27 novembre 2007, p. 18
Luc Bourrousse
H. Deutsch & J. Kaufmann

Faisons simple : Jonas Kaufmann est l'un des plus formidables ténors actuellement en activité, et plus globalement un magnifique artiste. Son art de diseur s'impose d'emblée dans la longue « Bürgschaft » de Schubert, qui aura rarement paru aussi captivante, servie qu'elle était par un sens de la narration, de l'architecture aussi bien dramatique que musicale, une maîtrise de la dynamique, une perfection d'élocution absolument exceptionnels. Et quelle voix ! Sûrement les magnifiques « Sonnets de Michelangelo » de Britten ont rarement été chanté avec cette somptuosité de couleurs, cette chaleur italienne dans le timbre, cette pure splendeur vocale.

Les Strauss sont plus superbes encore, de « All mein Gedanken » jusqu'à l'ultime « Zueignung », aussi attendue que somptueuse, en passant par l'extase d'une « Freundliche Vision » d'anthologie. Tout cela palpite et vit avec une intensité et une évidence exemplaires, sans jamais frôler le maniérisme ou sombrer dans le cérébral. Un bonheur absolu, dans lequel le piano expressif de Helmut Deutsch tient une part non négligeable.
On ne s'étonne guère que Jonas Kaufmann fasse salle comble dans les capitales où il se produit d'ordinaire, et que l'on se soit même déplacé de Paris pour venir l'entendre : mais ce public enthousiaste d'hier soir, par sa terrible maigreur, laisse songeur quant à la réelle stature artistique d'une ville qui veut se rêver en capitale culturelle, et dans laquelle il ne s'est pourtant pas trouvé plus de trois cents personnes pour venir applaudir un pareil artiste...
Hier soir au Grand-Théâtre de Bordeaux.

 
Altamusica.com: L’irrésistible ascension de Jonas Kaufmann
Avec ce triomphal récital au Grand-Théâtre de Bordeaux, le jeune ténor allemand Jonas Kaufmann vient de confirmer face au public français le tournant que connaît sa carrière internationale. Un immense moment de chant et de musique, à même de rappeler les prestations en récital de certains monstres sacrés de la scène lyrique des années 1950-1960.
............
Tous ceux, public normal comme professionnels, qui assistaient à ce récital bordelais consacré à Schubert, Britten et Strauss, en sont ressortis sous le choc. On n’avait certainement rien entendu de semblable depuis la grande époque des années 1950-1960, celle des Fischer-Dieskau, Schwarzkopf, Seefried ou Wunderlich, époque où seuls les chanteurs d’opéra sachant comment se chante la mélodie osaient aborder ce répertoire très spécifique.

Jonas Kaufmann est dans cet héritage. La voix est belle, on le savait, puissante, on le savait aussi, mais surtout absolument malléable, répondant avec la plus absolue fidélité aux moindres intentions de l‘interprète, passant des sons les plus ténus aux plus puissants, utilisant au besoin la voix de tête sans pour autant détimbrer, avec une aisance et un naturel confondants.
.........complete article on Altamusica.com
OPÉRA MAGAZINE, France: Jonas Kaufmann, Grand Théâtre, 26 Novembre
.....De bout en bout, on admire la confondante intelligence des textes, le sens musical infaillible, ainsi qu’un contrôle vocal assez unique aujourd’hui. Tour à tour puissante ou ténue, jouant à l’occasion du registre de tête avec une subtilité exemplaire, la voix renoue avec la grande tradition des spécialistes d’outre-Rhin, rappelant souvent Fritz Wunderlich, le modèle, à la fois par le timbre et l’investissement personnel. .....
complete article
La Bohème, Zürich, 4. Dezember 2007
Concertonet: La bohème, nous ne mangions qu'un jour sur deux...
Le poète est interprété par Jonas Kaufmann, le ténor qui monte. En février sortira son premier CD gravé sous le label Decca, pour lequel il a signé un contrat d’exclusivité. Malgré des apparitions de plus en plus fréquentes sur les scènes les plus prestigieuses, le chanteur reste fidèle à Zurich, où continue de se dérouler l’essentiel de sa carrière. On admire chez son Rodolfo la sincérité, l’élan et les accents juvéniles. Les aigus sont sûrs et rayonnants, seul le timbre semble parfois légèrement engorgé.
complete article

Neue Zürcher Zeitung: Lob des Ensembles
Nur zwei Tage nach der missglückten «Trovatore»-Premiere hat das Opernhaus mit der Wiederaufnahme von Giacomo Puccinis «Bohème» gezeigt, was künstlerisches Niveau und Ensemblespiel ist.
....
Erst recht glaubt man Jonas Kaufmann den armen Poeten, und dabei war er doch gerade erst ein Märchenprinz (in Humperdincks «Königskindern»), ein spanischer Infant (in Verdis «Don Carlo») und ein ins Pariser Milieu geratener Bürgerssohn (in «La Traviata»). Ebenso vielbeschäftigt wie der wandlungsfähige deutsche Tenor.....
vollständiger Artikel

Der Neue Merker: LA BOHÈME vom 19.12.2007 am Opernhaus Zürich. So schön kann Bohème sein ...
Doch nun zum eigentlichen Grund der gewählten Überschrift, zum Liebespaar Mimì/Rodolfo: der neue Poet und seine blumenstickende Näherin sangen ihre Partien dermassen differenziert, volumenmässig die ganze Skala von innigstem Piano bis zu vollmundigem Forte belcantesk abdeckend, dazu so natürlich und schlicht agierend, dass das Publikum im ersten Akt der scheu aufkeimenden Liebesgeschichte be-(ver)zaubert folgte und nach den grossen Arien gebannt kaum zu applaudieren wagte, so gekonnt hatten die zwei Künstler das Publikum "abgeholt".

Und beide Sänger beeindruckten auch für den Rest des Abends: stimmlich mit Wärme, mit Fülle, mit Glanz, mit herrlichen Piani, mit Ausdruckskraft und selbst mit Resonanz in den tieferen Lagen ihrer Gesangspartien ... darstellerisch ungemein authentisch, echt, schlicht, reduziert ...sie passten herrlich-gut zueinender und sahen beide blendend aus!
Zürich hat ein Traumpaar für die Bohème gefunden, Die Namen: Elena Mosuc und Jonas Kaufmann!

Zum Schluss Jubel für alle, jedoch zu einem popkonzertartigen Mix aus Applaus, Pfiffen, Johlen, groupie-artigem Ausrasten und Trampeln anschwellenden Orkan für die zwei Protagonisten.
Alex Eisinger
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