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Kritiken 2003
 
Idomeneo, Zürich 2003 "Um den Darsteller der Titelpartie, Jonas Kaufmann, so recht zu würdigen, reicht dieser Platz nicht aus. Nicht nur macht er die extremen Schwierigkeiten der Gesangspartie mit seinem mühelos strömenden Tenor vergessen, er zeichnet zu dem den Kriegsheimkehrer als einen Charakter, der den Atem raubt und ins Herz greift."
La Traviata, Chicago, März 2003
Beethoven, Christus am Ölberge, Wien, 6. April 2003
Recital, Wigmore Hall, 2003
La damnation de Faust, Geneve, Juni 2003
Liederabend, Lambach, Juli 2003
Mozart: Die Entführung aus dem Serail, Salzburg, Juli 2003
Edinburgh, Queen's Hall, Recital 2003, Die Winterreise
La damnation de Faust, Berlin 2003
 
 
 
Idomeneo, Zürich 2003
Pressespiegel: http://impresario.ch/
 
Auszüge
"Jonas Kaufmann ist als Idomeneo ein derart reflektierter, fein differenzierender Stilist, dass man unentwegt an seinen Lippen hängt."

"Diese Partie ist sängerisch so dankbar, dass sich auch zwei der drei Tenöre (Pavarotti und Domingo) in ihr mit unterschiedlichem Gelingen versucht haben. Dass sie dabei auf die einfachere Fassung (ohne Koloraturen) auswichen, ist verständlich und auch legitim. Kaufmann freilich singt die schwierigere Fassung, und sie bereitet ihm keinerlei Schwierigkeiten. Überraschend ist, wie er seinen eher leichten Tenor dennoch zu steigern und ihm Glanz und Kraft abzugewinnen vermag."

"Eine Entdeckung ist der Idomeneo-Tenor von Jonas Kaufmann: dunkel timbriert, auch des hellen Aufschwungs fähig und sicher in den Koloraturen, stets dringlich im Ausdruck."

"Um den Darsteller der Titelpartie, Jonas Kaufmann, so recht zu würdigen, reicht dieser Platz nicht aus. Nicht nur macht er die extremen Schwierigkeiten der Gesangspartie mit seinem mühelos strömenden Tenor vergessen, er zeichnet zu dem den Kriegsheimkehrer als einen Charakter, der den Atem raubt und ins Herz greift."

"Erneut ein übers Nur-Lyrische weit hinausreichender Tenor mit ganz eigenem, dunklem Timbre: Jonas Kaufmann, mehr und mehr ein Ausdruckssänger großen Formats."

"Kaufmanns Idomeneo jedoch, ein vergleichsweise junger Vater, der sich da am Gelübde, seinen eigenen Sohn für seine Rettung zu opfern, vorbeizumogeln sucht - das ist einer, den sein Gewissen niederdrückt, der sich windet und krümmt, ein Schmerzensmann."

So muss man sich bei dieser Produktion hauptsächlich an die durchweg exzellenten Sänger halten. Liliana Nikiteanu (Idamante), Malin Hartelius (Ilia) und Luba Organasova (Elektra) übertreffen sich gegenseitig an Koloraturenbrillanz und vokaler Geschmeidigkeit, und Jonas Kaufmann (Idomeneo), ein Traum von einem Tenor, macht die Aufführung, die szenisch weit hinter der Schlüssigkeit von Joachim Schlömers Ulmer Tanzversion vor zehn Jahren zurückbleibt, allein schon zu einem unvergesslichen Stimmfest.

Aufsehen erregt zunächst Jonas Kaufmann, der die Titelpartie mit apart timbriertem Tenor, hochentwickeltem Stilempfinden und geradezu magischer Ausstrahlung erfüllt

Jonas Kaufmann ist freilich ein Tenor von baritonaler Färbung und gleicht die Jugendlichkeit der Stimme (die Mozart für Idomepeo nicht vorgesehen hat) zudem aus durch eine bedächtige, tief in den unglücklichen Monarchen hineinhorchende Legatokunst. Die Gebrochenheit eines stolzen Mannes ist in dieser Figur facettenreich ablesbar.

 
Opernwelt, März 2003: Die neue Zeit
Leiden ist denn auch das Stichwort für ldomeneo:
Jonas Kaufmann verleiht dem Einzelwort, der einzelnen Figur Bedeutung, gleichzeitig aber auch den Koloraturen kompakte Gestalt. Das musikalische Detail zu pflegen und die weiten Bögen zu atmen, das ist Kaufmanns Kunst des Liedsängers auf der Bühne, eine seltene.

vollständiger Artikel

 
Nur Ausschnitte:
 
DIE WELT: Gediegenheiten genügen nicht
Zürich - Bei der letzten Zürcher "Idomeneo"- Produktion 1981 stand Nikolaus Harnoncourt am Pult. Und weil es davon eine Plattenaufnahme gibt (eine der Referenzaufnahmen dieser Mozart-Oper), kann man heute ...

... dass diese Leistung allenfalls von ihrer stimmlichen Natürlichkeit übertroffen wurde. Der Tenor Jonas Kaufmann in der Titelpartie, von Grüber als kriegsversehrtem Idomeneo mit der eisernen Hand gezeichnet, sang mit großer Differenzierungskraft; Luba Orgonasova als Elettra erwies sich als glänzende ...
 
Südkurier: Der Preis des Lebens
Von Dohnanyi dirigiert am Opernhaus Zürich Mozarts "Idomeneo"

Leide, Idomeneo, leide, leide bis zum Verderben. Töte deinen Sohn Idamante oder ein Ungeheuer tötet dein ... 

... hat. Er lässt leiden. Leiden und nochmal leiden. König Idomeneo, ein König wie gesagt, in Zürich steht er nicht auf der Bühne. Er windet sich, er gestikuliert, er taumelt, er stürzt kniend zu Boden, wo er einen nicht unerheblichen Teil seines Auftrittes verbringt. Und wieder leidet er. Der junge Jonas Kaufmann wurde dazu als grauhaariger Greis verkleidet, und er stellt das Leiden als schwacher von unmenschlichen Mächten Geschundener dar, als eine Art alter und singender Woyzeck. Nur: Er singt ganz anders. Kräftig, gar nicht leidend, jung, zu Beginn sogar etwas unwirsch, dann aber bestens kultiviert, schmelzend auch im Piano noch mit durchdringendem Strahl, der gar das Forte seiner Geliebten Ilia (Malin Hartelius) zu übertönen im Stande ist. Dieser stattliche Tenor Gesang steht zwar nicht unbedingt im Einklang mit seinen pathologischen Leidensauftritten. Aber so ist das eben in der Oper. Es sind die Sterbenden, die Leidenden, die mit den feinsten Stimmen die feinsten Arien singen.

 
Orpheus 3/4, 2003
Mit Jonas Kaufmann stand auch derselbe Titelheld wie in "Ulisse" (?!) auf der Bühne. Die jugendliche Erscheinung des Kreterkönigs und Vaters vermochte zu irritieren, doch ist sein Tenor heldischer und dunkler geworden und so wirkte er, abgesehen von den Koloraturen der Erstfassung der Arie "Fuor del mar" überzeugend.
 
Opernglas 3/2003
Die sängerische Überraschung des Abends aber war der Titelheld, der deutsche Tenor Jonas Kaufmann. Es dürfte gar nicht so leicht sein, im heutigen Umfeld einen idealeren Idomeneo zu finden. Die nicht eigentlich im Zwischenfach angesiedelte, aber gleichwohl Elemente des "klassischen" Mozartgesangs mit schon fast heldentenoralen Ansätzen verbindende Rolle ist zu Recht gefürchtet. Kaufmann singt sie mit einer Leichtigkeit, die glauben macht, es gäbe auf der Welt nichts Einfacheres. Nie wirkt seine Stimme angestrengt, nie wird der bruchlose Registerwechsel als störend wahrgenommen, und trotz heldischer Durchschlagskraft gelingen ihm auch die schwierigen Koloraturen. Die Gesangstechnik, die angesichts seines jugendlichen Alters kaum auf langjährige Erfahrung zurückgeführt werden kann, deutet auf die offenbar solide Ausbildung des Münchners hin. Kaufmann ist auch ein glaubwürdiger Schauspieler, man nimmt ihm die aufgewühlte Gefühlswelt des Kriegsheimkehrers ohne weiteres ab.
 
 
La Traviata, Chicago, März 2003
Chicago Sun-Times: La Traviata, Chicago, März 2003
Mundoclasico: Io so che alfine reso mi sei!
 
Auszug
 
As her lover Alfredo, German tenor Jonas Kaufmann sang admirably but directed most of his ardor at the audience, instead of Ciofi.
 
Aunque algunos críticos criticaron la expresión facial, o más bien la falta de ella, del ‘Alfredo’ de Jonas Kaufmann, tengo que decir que este tenor me convenció no solo por su canto que fue hermoso, sino por su actuación. Es claro que ‘Alfredo’ debe ser un personaje totalmente despreciable, un hijito de papi, y el tenor alemán lo logró muy convincentemente en la escena en la que arroja las cartas a la cortesana, como queriendo pagarle.
 
 
Beethoven, Christus am Ölberge, Wien, 6. April 2003
http://www.chorussinenomine.at/
 
Auszug
 
"Herrlich nuanciert auch Beethovens „Christus am Ölberge“, wo der von Johannes Hiemetsberger gut einstudierte Chorus sine nomine sowie das ausgezeichnete Solistenterzett (der Tenor Jonas Kaufmann, die Sopranistin Luba Orgonasova und der Bassist Hanno Müller-Brachmann) vokal auftrumpften."
 
Nur Ausschnitt
Wiener Zeitung: Die Streicher steigen zur Himmelfahrt empor
Dass Ostern mittlerweile vor der Tür steht, macht sich auch musikalisch bemerkbar: So bestach das Radio Symphonieorchester sonntags ...

... zwei Wochen komponiert, sollte es Beethovens einziges Oratorium bleiben. Dass Jesus darin jedoch als Heldentenor agiert, seine Agonie erst langsam zur Erlöser Freude wird, fand wenig Zuspruch. Was nun aber....

Umsetzung. Homogen glänzten auch die Solisten: Jonas Kaufmann war ein kraftstrotzender Jesus, dem mit Luba Orgonásova als Seraph ein wendiger Sopran zur Seite stand, mit Hanno Müller Brachmann ein starker Petrus. Der Schlussapplaus gab Werk und Interpreten Recht und so nicht zuletzt auch einem "einsparungsbedrohten" Orchester das ...
 
 
Recital, Wigmore Hall, 2003
THE ARTS: Munich tenor sparkles on Wigmore stage
http://arts.guardian.co.uk/
 
 
La damnation de Faust, Geneve, Juni 2003
http://www.concertonet.com/
http://www.resmusica.com/
Artikel aus "Der Bund"
Neue Züricher Zeitung
laLibre.be: Van Dam retrouve Méphisto
 
Auszüge
 

« Dans la fosse, Patrick Davin découpe, trace, étire, à l`unisson de la ligne de force sulpicienne de Py. L`Orchestre de la Suisse romande, se gardant du chatoiement des couleurs et des élans enflammés, au bénéfice de la scène et des chanteurs, particulièrement mis en valeur par le metteur en scène : le Méphistophélès lustré de José Van Dam, empruntant les atours (perruque blonde, robe de strass noir et rivière de diamants) d`une Castafiore de music-hall. Le Faust rayonnant et stylé de Jonas Kaufmann. Le Brander impeccable de Frédéric Caton. Et la Marguerite capiteuse de Katarina Karneus. »
http://www.liberation.fr

" Patrick Davin conduit l`Orchestre de la Suisse Romande et les choeurs avec une impressionnante maîtrise, mais aussi avec un lyrisme très abouti. José Van Dam reste un Méphistophélès superbe par sa présence et son raffinement (magnifique legato), même si le grave s`efface peu à peu.Egalement sur le plateau, la très solide Marguerite de Katarina Karneus, et surtout l`extraordinaire Faust de Jonas Kaufmann, qui a encore bonifié depuis sa prise de rôle à la Monnaie voici un an: peu sont capables aujourd`hui d`assurer ce rôle avec ce mélange d`aisance, d`élégance et d`assurance. "
http://www.lalibre.be/

Egalement sur le plateau, la très solide Marguerite de Katarina Karneus, et surtout l'extraordinaire Faust de Jonas Kaufmann, qui a encore bonifié depuis sa prise de rôle à la Monnaie voici un an: peu sont capables aujourd'hui d'assurer ce rôle avec ce mélange d'aisance, d'élégance et d'assurance.

 
Nur Ausschnitt/Libération.fr:
Berlioz à poil
Libération - QUOTIDIEN PREMIERE EDITION - 2003-06-16
DAHAN ERIC - …….de José Van Dam, empruntant les atours (perruque blonde, robe de strass noir et rivière de diamants) d'une Castafiore de music-hall. Le Faust rayonnant et stylé de Jonas Kaufmann. Le Brander impeccable de Frédéric Caton. Et la Marguerite capiteuse de Katarina Karneus. Py dévoie-t-il Berlioz avec son ballet de «feux follasses», sa boule disco gigantesque , son tank prussien et ses casques à pointe ? Se moque-t-il du monde en..........
 
Basler Zeitung: Die Allgegenwart der religiösen Symbolik
Der französische Regisseur Olivier Py liebt lange Stücke, so wie fromme Priester ein Hochamt gern über die Neunzig-Minuten-Schwelle treiben. ...

.... Da ist mit dem jungen blendend aussehenden Jonas Kaufmann ein Sängerdarsteller als Faust auf der Bühne, der die Kraft eines Heldentenors mit der Weichheit eines lyrischen Tenors und der Höhenfähigkeit eines «Haute-contre» verbindet und in allen Lagen musikalisch überzeugt. Wie er selbst in der Höhe die Stimme noch zu weiten, noch zu öffnen vermag, ist bewundernswert. Seine Partnerin Marguerite ...
 
 
Liederabend, Lambach, Juli 2003, diverse Kritiken
http://www.stiftskonzerte.at/
 
 
Mozart: Die Entführung aus dem Serail, Salzburg, Juli 2003
http://query.nytimes.com/
http://www.altamusica.com/
http://archiv.tagesspiegel.de/
http://www.welt.de/
http://www.merkur-online.de/
Berliner Zeitung
Salzburger Nachrichten, http://www.salzburg.com/1. Artikel
Salzburger Nachrichten, http://www.salzburg.com/2. Artikel
Salzburger Nachrichten, http://www.salzburg.com/3. Artikel
Financial Times
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ Archiv)
Der Tagesspiegel, Berlin
Mundoclasico: Un criminal anda suelto por Salzburgo/in englisch A criminal at large in Salzburg
http://www.nachrichten.ch/: Buh-Rufe für Herheims Festspiel-Entführung in Salzburg
 
The four lovers - Iride Martinez as Konstanze, Diana Damrau as Blonde, Jonas Kaufmann as Belmonte and Dietmar Kerschbaum as Pedrillo - were all fresh and spirited, and Peter Rose, as Osmin, did even more with his menacing and beautiful voice than with other parts of his body.

Il est dommage que Jonas Kaufmann grève la distribution, avec son Belmonte trop héroïque, dont la voix, taillée pour des rôles plus larges, est ici hors-sujet. Le ténor allemand chante trop fort, faux dans les piano, et son timbre sombre est plus celui d’un Max ou d’un Tannhaüser que d’un jeune premier mozartien.

Jonas Kaufmann gibt einen heldischen, tenoral furchtlosen Belmonte.

Der über seine Rolle wohl schon hinausgewachsene Jonas Kaufmann singt als Belmonte mit verschiedenen Stimmen, charmiert allzu ostentativ.

 
Jonas Kaufmann passte als Typ perfekt, klang jedoch mit leicht baritonal timbriertem Tenor anfangs leicht fremd.
 
Ich bedaure Iride Martinez (Konstanze) und Jonas Kaufmann (Belmonte), Diana Damrau (Blonde) und Dietmar Kerschbaum (Pedrillo) und auch den Draht- und Fädenzieher Peter Rose (Osmin u. a.), dass sie sich weit mehr szenische Einfälle von Stefan Herheim als Noten von Wolfgang Amadeus Mozart merken müssen - und dies schier selbstvergessen tun. Sie haben allesamt schöne, ein bisschen kleine, aber akkurate Stimmen; sie alle spielen und sprechen (zunehmend abwegigere Texte) mit unglaublicher Hingabe.
 
Jonas Kaufmann als Belmonte und Dietmar Kerschbaum als Pedrillo hatten zumindest den Vorteil der deutschen Muttersprache in den zum Teil reichlich aufgeblasenen Dialogen.
 
Dass das Premierenpublikum trotz merklicher Irritation am Ende doch den Jubel überwiegen ließ, ist der Leuchtkraft der Musik zu danken, vor allem den strahlenden Sopranen von Iride Martinez (Konstanze) und Diana Damrau (Blonde). Verdiente Bravos erhielten auch Jonas Kaufmann (Belmonte), Dietmar Kerschbaum (Pedrillo) und der fabelhafte Bassist Peter Rose, der den Osmin mit tiefer Fülle sang.
 
One felt sorry for Jonas Kaufmann, a good young tenor trapped in an uncongenial role as Belmonte, who copped much of the audience's displeasure....When this run of performances is over, they should all creep off to a big empty garage somewhere, away from the booing, catcalls and Herheim's inanities, and perform the opera for themselves just to feel how heavenly Mozart can still be. It is a good cast and do not deserve this.
 
Jonas Kaufmann performed a better than average Belmonte, although some people in the audience thought he should drop the role now.
 
Kräftigen Applaus dagegen ernteten Iride Martinez als Konstanze, Jonas Kaufmann als Belmonte und Peter Rose in der Rolle des Osmin sowie die Blonde der Diana Damrau und der Pedrillo des Dietmar Kerschbaum.
 
Nur Ausschnitte:
 
Kurier: Die Fledermaus im Serail
Gründlich daneben: Mozarts "Entführung" als Eröffnungs-Premiere
Aus Salzburg berichtet Kurier-Redakteur Volker Milch
Offenbar grassiert zur Zeit ein Erreger, der ...

...-Angebot für hörfaule Festspiel-Gäste durchsetzt. Mit Jonas Kaufmann hat Herheim einen nicht nur stimmlich knackigen, sondern auch in der Nahaufnahme videotauglichen Belmonte zur Verfügung. Seinem kraftvollen verführerisch warm timbrierten Tenor fehlt eigentlich nur die angemessene Beweglichkeit in den doch arg eiernden Koloraturen. In jeder Hinsicht tadellos ...

 
Kölner Stadt-Anzeiger: Den Spaß ausgetrieben
Leider kein Genuss in Salzburgs Kleinem Festspielhaus
Mozarts "Entführung aus dem Serail" wurde runderneuert - aber auch ...

... Entwicklung. Eine Entwicklung die in ihren avantgardistischen Verrenkungen mittlerweile den Status des Hinterherhinkens einnimmt. Die Gelackmeierten sind die Protagonisten, die in diesem Fall das Beste aus einer schmählichen Werkentfremdung zu machen verstanden: Jonas Kaufmann als Belmonte (schlank, engagiert, mutig in den exponierten Mitteilungen), Dietmar Kerschbaum als Pedrillo (wendig liebenswert) und Peter Rose als Osmin, dem die Regie nur ansatzweise Gelegenheit gibt, den traditionell vertrauten Osmin zu mimen. Denn immer wieder schlüpfen hier die ...
 
Financial Times Deutschland: Mozart durch den Fleischwolf
Bei den Salzburger Festspielen soll die Operette "Entführung aus dem Serail" das Publikum schockieren
.... Herheim bietet tausend Dinge an, vom bildschönen Massensterben über knutschende Paare und schnelle Fummeleien bis zum albernen Flug auf dem Teppich von Konstanze und Belmonte: Da sausen Iride Martinez und Jonas Kaufmann per Computeranimation durch den Hintergrund, kreiseln noch schnell und starten dann durch Richtung Mond. Man bekommt was für sein Geld: Klischees und Kindereien, komische Einlagen und berührende Bilder. Nur eine Antwort auf die Frage, was diese Operette  mit Liebe und Treue und Sehnsucht und Verlangen zu tun haben soll die bekommt man nicht.
 
Basler Zeitung: Bis die Entführten verzweifelt um Rache bitten
Mozart-Stadt zu sein, kann auch ein Fluch sein. Gerade von Salzburg erwartet man seit jeher massstäbliche Aufführungen der Mozartopern ...

... eine etwas kleine Stimme auffällt. Ihr Belmonte ist Jonas Kaufmann mit eher dunklem Timbre und hat ein wenig Mühe mit Sprüngen und Verzierungen. Erstklassig ist das ...
 
Tiroler Tageszeitung:Ein Opern-Begräbnis erster Klasse 
Auftakt der Salzburger Festspiele: Jubel für den musikalischen Teil, ein Buhorkan für die Inszenierung
Die Salzburger Festspiele produzierten mit Stefan ...

... genug die Koloraturen. Konträr der Belmonte von Jonas Kaufmann: Sein farbenreicher, metallisch werdender Tenor strebt bereits zum nächsthöheren Fach. Dieter ...
 
Oberösterreichische Nachrichten: Provokation gesucht, Chaos gefunden
Festspiele: Herheim vergab Chance bei Festspieldebüt mit "Entführung"
... Martinez. Blass und verhalten: der Belmonte von Jonas Kaufmann. Zu selten sprühend: der Pedrillo von ...
 
Vorarlberger Nachrichten: Angst vor Treue zwischen Herd und Bügeleisen
Im Hause Blonde und Pedrillo sitzt man frustriert vor der Glotze und ...

... aufweist. So schön wie sich die leicht schrille, aber durchaus treffliche Diana Damrau (Blonde) mit den dunklen Koloraturen von Iride Martinez (Konstanze) ergänzt, kommen die charaktervoll markanten Stimmen von Dietmar Kerschbaum (Pedrillo), Jonas Kaufmann (Belmonte) und Peter Rose (Osmin) rüber. ...
 
Der Standard: Der multimediale Schwitzkasten 
Erste Musiktheaterpremiere der diesjährigen Salzburger Festspiele: Mozarts "Entführung aus dem Serail" wird bei Regisseur Stefan Herheim zum Reflexionsstück ...

... und Belmonte (klangschön aber nicht mit nötiger Leichtigkeit agierend: Jonas Kaufmann) mit dem fliegenden Teppich. Dort kommt ...
 
Die Furche:  Musik als lästige Nebensache
Mozarts "Entführung" als erste Opernpremiere der Salzburger Festspiele: ein missglücktes Regieexperiment. Zwei zum Preis von einem! Obwohl das Publikum der ...

.... Tadellos Dietmar Kerschbaum als Pedrillo und Jonas Kaufmann mit seinem auffällig dunklen Timbre als Belmonte. Es bleibt jedoch der Eindruck dass Musik und Gesang bei dieser "Entführung" ...
 
Neue Kronen Zeitung:  Mozart als wirre Beziehungskiste
Salzburg, Kleines Festspielhaus: "Entführung aus dem Serail", Regie: Stefan Herheim. Auch Ehrengäste sind nicht vor herben Überraschungen sicher, wie diesmal ...

... der die gelöste Schönheit des Soprans fehlt. Jonas Kaufmann als Belmonte, Dietmar Kerschbaum als Pedrillo und Peter Rose als Osmin ergeben eine brave biedere Besetzung. Nicht mehr!...
 
 
Edinburgh, Queen's Hall, Recital 2003, Die Winterreise
http://arts.guardian.co.uk/
http://www.edinburghguide.com/
The Scotsman, 18. August 2003
http://classicalsource.com/
 
Auszug
 
"It was a deeply moving experience, ending in that always-magical, breath-held, long, long pause."
 
Spectator, The, Sep 6, 2003 by Tanner, Michael
"Kaufmann took us with him on his journey, left us in no doubt where he was heading, and stood tormented before us. It was one of the greatest interpretations of the cycle I have ever witnessed, ranking with - to mention only the greatest Hotter and Fassbaender, and tending to the latter's eviscerating mode. Nothing in his progression was easy, and his last note, held for ages, was almost a scream. After the piano had its final chord, there was an immense silence, Kaufmann looking as if he could hardly believe what he had just put himself - and us - through; and then huge applause, with an element of relief that the ordeal was over."
complete review
 
The Herald, Glasgow - Summary
The compelling, authoritative account of Winterreise given by tenor Jonas Kaufmann and pianist Helmut Deutsch in the Queen's Hall several weeks ago was always going to be a difficult act to follow. However, expectations were high that baritone [Simon Keenlyside] and pianist [Malcolm Martineau] would give another special performance of Schubert's great song cycle on Saturday. Unfortunately, this was.....
 
 
La damnation de Faust, Berlin 2003
vollständiger Artikel auf dieser Webseite
http://www.rundfunkchor-berlin.de/1. Artikel
http://www.rundfunkchor-berlin.de/2. Artikel
http://www.rundfunkchor-berlin.de/3. Artikel
 
Auszug
 
"Selten hat man einen so sensiblen, introvertierten Faust gehört wie den jungen Münchner Tenor Jonas Kaufmann."
 
Jonas Kaufmanns eleganter Tenor und der seidig schimmernde Sopran von Ruxandra Dunose bilden ein edles Liebespaar – und einen schönen Kontrast zum grotesken Mephisto von Willard White.
 
Jonas Kaufmann sang einen kraftvollen, aber unbeteiligten Faust,
 
Der junge Jonas Kaufmann aus München, als Faust die Überraschung des Abends, singt sich in die ebenso raffinierten wie gefährlichen Falsettlagen geschmackvoll hinauf.

 
 
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