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| Süddeutsche Zeitung |
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Bach: Johannes-Passion, Philharmonie, April 1995
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Guttenberg - Johannes-Passion
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Nur Ausschnitt:
Engelein - Oratorium ist, wenn die Sänger-Solisten manierlich in der ersten
Reihe agieren, wenn mitten im Orchester ein Cembalo thront und wenn der Chor
mal steht mal sitzt. Bei Ennoch zu Guttenberg ist mit solchen
aufführungspraktischen Konventionen allerdings kaum zu rechnen . Mit wenigen
Kunstgriffen nur verlieh er der nüchtern konzertanten Atmosphäre der
Philharmonie anläßlich der Johannes Passion zumindest den Anschein
kirchen-räumlichen Musizierens : Christus und Pilatus sangen aus dem Chor
...
. ... reduzierte?) unterschiedlich gewachsen: Claes H. Ahnsjö als Evangelist
mit Souveränität und bewegender Anteilnahme, Thomas Quasthoff in den
Baß-Arien mit engagiertem Wohllaut und Franz Josef Selig als Christus mit
dem richtigen Quantum an sonorer Erhabenheit. Jonas Kaufmann hingegen schien
mit den schwierigen Tenor-Arien überfordert, die beiden kurzfristig
eingesprungenen Cornelia Götz und Ulrike Helzel entledigten sich ihrer
Aufgaben zufriedenstellend. 'Ach Herr laß dein' lieb' ... |
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